Memodo verarbeitet jährlich hunderttausende hochwertige Sendungen im PV-Großhandel — mit einem wachsenden Risikopotenzial durch Transportschäden, ungeklärte Haftungsfragen und aufwendige Reklamationsprozesse. Die Einführung gedruckter IoT-Condition-Sensorik als integraler Verpackungsbestandteil adressiert diese Kostenstruktur systematisch und schafft gleichzeitig eine tragfähige Basis für Premium-Differenzierung im Markt.
Jährlicher Nutzen
1,96 Mio € (konservativ) durch Schadensreduktion, effizientere Prozesse und neuen Serviceumsatz
Break-even
Innerhalb 24 Monate — beschleunigte Amortisation durch Kombination aus Einsparung und Zusatzerlösen
EBITDA-Effekt
Über 1,5 Mio € p.a. ab Jahr 3 — nachhaltige Ergebnisverbesserung mit steigender Tendenz
Marktpositionierung
Qualitätsführer im PV-Großhandel — messbare Differenzierung gegenüber Wettbewerbern ohne Condition-Monitoring
Ist-Kostenstruktur
Ausgangssituation: Risikoexposition von über 6 Mio € jährlich
Die Ausgangslage ist ernüchternd: Bei 200.000 hochwertigen Sendungen pro Jahr, einem durchschnittlichen Warenwert von 3.000 € und einer Reklamationsquote von 1,5 % ergibt sich ein Schadenvolumen, das strukturell unterschätzt wird. Der durchschnittliche Schadensbetrag liegt bei 2.025 € — inklusive eines 35-prozentigen Aufschlags für Folgekosten wie Bearbeitungsaufwand, Ersatzlieferungen und Kundenbindungsmaßnahmen.
Von dieser Gesamtrisikoexposition trägt Memodo nach konservativer Schätzung rund 40 % tatsächlich selbst — entweder direkt als Kulanz oder indirekt über Ressourcenaufwand und Kundenverlust. Diese Belastung ist messbar, steuerbar und damit vermeidbar.
Risikorechnung
200.000 Sendungen × 1,5 % × 2.025 €
= 6,075 Mio € Gesamtexposition
Effektiv getragen (40 %)
= 2,43 Mio € reale Belastung p.a.
Technologische Lösung
Gedruckte IoT-Sensorik: Fraunhofer ENAS Technologie
Die Grundlage des Business Case ist eine vollständig in die Verpackung integrierte IoT-Folie, entwickelt in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut ENAS. Die Folie ist dünn, kostengünstig druckbar und enthält alle Komponenten, die für ein lückenloses Zustandsprotokoll über die gesamte Lieferkette notwendig sind — ohne externe Hardware oder aufwendige Systemintegration beim Empfänger.
Sensorkomponenten
Stoßsensor
Erkennt mechanische Belastungen während Transport und Umschlag
Neigungssensor
Dokumentiert unzulässige Kippereignisse und Fehlhandling
Der wirtschaftliche Nutzen des Systems ergibt sich aus dem Zusammenspiel dreier unabhängiger Werthebel: direkter Schadensreduktion, effizienterer Reklamationsbearbeitung und der Erschließung eines neuen Premium-Servicesegments. Bereits in der konservativen Betrachtung übersteigt der Gesamtnutzen deutlich die Investitionskosten.
1 · Schadensreduktion
20 % Reduktion der effektiven Schadensbelastung von 2,43 Mio €
= 486.000 € direkte Einsparung p.a.
Durch nachweisbare Zustandsdokumentation können Haftungsfragen eindeutig geklärt und Kulanzleistungen reduziert werden.
2 · Schnellere Reklamationsbearbeitung
Einsparung interner Ressourcen durch automatisierte Beweisführung
= 337.500 € Prozesseinsparung p.a.
Weniger manuelle Prüfschritte, kürzere Klärungszyklen und reduzierter Kommunikationsaufwand mit Herstellern und Versicherungen.
13,50–27 € Aufpreis pro Sendung bei 10 % Nutzungsrate
= 472.500 € Zusatzumsatz p.a. (konservativ)
Ein neues, differenziertes Serviceangebot, das Qualitätsbewusstsein am Markt sichtbar macht und aktiv monetarisiert.
Gesamtpotenzial
Konservativ: 1,296 Mio € — optimistisch bis 2,0 Mio €
Die folgende Übersicht fasst das jährliche Nutzenpotenzial in der konservativen Berechnung zusammen. Alle Werte basieren auf nachvollziehbaren Annahmen, die in der Due-Diligence-Phase durch reale Betriebsdaten validiert werden können. Das optimistische Szenario berücksichtigt höhere Schadensvermeidungsquoten, bessere Prozessautomatisierung und eine stärkere Marktdurchdringung des Premium-Services.
Das optimistische Szenario — bei höherer Adoption des Premium-Services und stärkerer Schadensreduktion — ergibt ein Gesamtpotenzial von 1,8–2,0 Mio € jährlich.
37%
Schadensreduktion
Anteil am Gesamtnutzen
26%
Administration
Anteil am Gesamtnutzen
37%
Premium-Service
Anteil am Gesamtnutzen
Kostenstruktur
IoT-Folie: Skalierbare Technologiekosten
Die gedruckte IoT-Folie ist als Massentechnologie konzipiert. In der Pilotphase liegt der Stückpreis bei 0,54 € pro Einheit — bei Skalierung auf 200.000 Sendungen sinkt der Preis auf 0,16–0,24 € pro Einheit. Dies entspricht einem jährlichen Materialaufwand von rund 43.000 € im Vollbetrieb. Der wirtschaftliche Hebel liegt im Verhältnis von Technologiekosten zu vermiedenem Schadensvolumen: Jeder investierte Euro in die Folie vermeidet statistisch mehr als zehnfachen Schaden.
Pilotphase
0,54 € / Einheit — Kosten für Entwicklung, Validierung und erste Serienproduktion in kleinen Losgrößen
Skalierungsphase
0,16–0,24 € / Einheit — Industrieller Druckprozess mit steilen Lernkurveneffekten bei Volumen
Jährliche Betriebskosten (Folie)
≈ 43.000 € p.a. — marginal im Vergleich zum adressierten Schadensvolumen von 2,43 Mio €
Kostenstruktur · Infrastruktur
Cloud, Dashboard & Systemintegration
Infrastrukturinvestition
Cloud-Plattform, Echtzeit-Dashboard und ERP-Integration
405.000–675.000 €
Einmalige Investition mit langen Nutzungszyklen und modularer Erweiterbarkeit für zukünftige Serviceangebote.
Was die Infrastruktur leistet
Die digitale Infrastruktur ist das Herzstück der Lösung. Sie empfängt, speichert und analysiert die Sensordaten jeder einzelnen Sendung in Echtzeit. Ein intuitives Dashboard ermöglicht dem Memodo-Operations-Team sofortige Transparenz über den Zustand aller laufenden Transporte.
Echtzeit-Monitoring aller aktiven Sendungen
Automatisierte Alarmierung bei Schwellenwertüberschreitung
Revisionssichere Dokumentation für Versicherung und Hersteller
API-Schnittstellen zu ERP- und WMS-Systemen
Mandantenfähigkeit für Multi-Standort-Betrieb
Kostenstruktur · Entwicklung
Entwicklung & Pilot: Fundament für skalierbaren Betrieb
Die größte Investitionsposition ist die gemeinsame Entwicklungs- und Pilotierungsphase mit dem Fraunhofer-Institut ENAS und dem Logistikpartner HAKO. Diese Investition schafft den technologischen Vorsprung, der für eine nachhaltige Marktdifferenzierung erforderlich ist. Sie umfasst die Anpassung der Drucktechnologie an Memodos spezifische Verpackungsformate, die Validierung der Sensorzuverlässigkeit unter realen Transportbedingungen sowie die Entwicklung der Ausleseinfrastruktur.
Fraunhofer ENAS
Technologieentwicklung, Druckoptimierung und wissenschaftliche Validierung der IoT-Folie unter industriellen Bedingungen
HAKO Logistik
Operative Pilotierung, Verpackungsintegration, Schulung und Prozessvalidierung im realen Lagerbetrieb
Investitionsvolumen
1,08–1,35 Mio € — Einmalaufwand für dauerhaften Technologievorteil und proprietäres Know-how
Gesamtinvestition
Gesamtinvestition: 1,62–2,02 Mio €
Die Gesamtinvestition über alle Kostenpositionen beläuft sich auf 1,62 bis 2,02 Mio €. Diese Summe verteilt sich auf drei klar definierte Kostenkategorien und ist zu einem erheblichen Teil als einmaliger Aufbauaufwand zu verstehen — der laufende Betrieb ist deutlich günstiger. Ab Jahr 2 übersteigt der kumulierte Nutzen die kumulierten Investitionen dauerhaft.
Wichtig: Der Break-even ist nicht am Ende von Jahr 5 — er tritt bereits zwischen Jahr 2 und Jahr 3 ein. Ab diesem Zeitpunkt arbeitet das System kontinuierlich für Memodos EBITDA.
5-Jahres Finanzplan
Konservative Projektion: Positiver Cashflow ab Jahr 2
Der 5-Jahres-Finanzplan zeigt eine klassische Investitionskurve mit einer klar definierten Anlaufphase und einem anschließend stark positiven Verlauf. Die Investitionen sind in Jahr 1 konzentriert und nehmen danach deutlich ab, während der Nutzen kontinuierlich steigt — ein Muster, das Entscheidungsträgern eine solide Planungsbasis bietet.
Kumuliertes Ergebnis
Gesamtgewinn nach 5 Jahren: 4,4–5,0 Mio €
Kumulierter Nettogewinn
über den gesamten 5-Jahres-Zeitraum:
≈ 4,4–5,0 Mio €
ROI auf Gesamtinvestition: über 240 %
Das kumulierte Ergebnis nach fünf Jahren verdeutlicht die Stärke dieses Investments: Auf eine Anfangsinvestition von rund 1,62–2,02 Mio € folgt ein kumulierter Rückfluss von 4,4 bis 5,0 Mio €. Die Technologie amortisiert sich nicht nur vollständig, sondern liefert einen dauerhaften, wachsenden Beitrag zur Ergebnisverbesserung — mit zunehmend besserem Verhältnis zwischen laufendem Aufwand und erzieltem Nutzen.
4,7 Mio
Kumulierter Gewinn
Mittlerer Wert des 5-Jahres-Szenarios
240%
ROI gesamt
Return on Investment über 5 Jahre
2,0 Mio
Jährlicher Nutzen J5
Stabiles Nutzenniveau im Volllastbetrieb
Break-even & EBITDA
Break-even zwischen Jahr 2 und 3 — dauerhaft positiver EBITDA-Beitrag
Der Break-even tritt zwischen dem zweiten und dritten Betriebsjahr ein — ein für Infrastrukturprojekte dieser Klasse ausgezeichneter Zeitraum. Ab diesem Zeitpunkt leistet das System einen dauerhaften, steigenden Beitrag zum EBITDA von Memodo. Dieser Effekt entsteht nicht durch einmalige Sondereffekte, sondern durch strukturelle Kostensenkung und wiederkehrende Zusatzerlöse.
Besonders wertvoll aus CFO-Perspektive: Der EBITDA-Beitrag ist planbar, wächst mit dem Sendungsvolumen und ist unabhängig von Marktpreisschwankungen im PV-Segment. Ab Jahr 3 übertrifft der jährliche EBITDA-Effekt die Gesamtinvestitionskosten des laufenden Betriebs um das Mehrfache.
Ab Jahr 3 übersteigt der jährliche EBITDA-Effekt die gesamten laufenden Betriebskosten um mehr als das Siebenfache.
Strategischer Mehrwert
Von Memodo zum Qualitätsführer im PV-Großhandel
Der finanzielle Business Case ist überzeugend — doch der strategische Mehrwert reicht weit darüber hinaus. „Condition Certified Distribution" ist nicht nur ein Kostenreduktionsprogramm, sondern ein Repositionierungsinstrument, das Memodo langfristig vom austauschbaren Volumenhändler zum unverzichtbaren Qualitätspartner macht.
Differenzierung im Markt
Als erster PV-Großhändler mit zertifizierter Condition-Dokumentation entsteht ein verteidigbarer Wettbewerbsvorteil, der schwer zu kopieren ist.
Haftungsklarheit gegenüber Herstellern
Lückenlose Sensordaten schaffen eindeutige Beweislage bei Garantiefällen — weniger Kulanz, mehr durchsetzbare Ansprüche.
Versicherungsargument
Nachweisbares Risikomanagement ist ein starkes Verhandlungsargument gegenüber Versicherern — niedrigere Prämien, bessere Konditionen.
Premium-Markenpositionierung
„Condition Certified Delivery" wird zum Qualitätsmerkmal, das Kunden aktiv nachfragen und für das sie bereit sind, einen Aufpreis zu zahlen.
Datenbasis für weitere Services
Die gesammelten Transport- und Zustandsdaten sind die Grundlage für prädiktive Logistikservices, Routenoptimierung und individuelle Kundenreporting.
Pilotprojekt
6-Monats-Pilot: Validierung mit klaren KPIs
Der empfohlene Einstieg ist ein fokussierter 6-Monats-Pilot an einem Lagerstandort mit dem Schwerpunkt Batteriespeicher — einem Segment mit hohem Warenwert, erhöhter Schadensanfälligkeit und klarer Messbarkeit. 25.000 Sendungen bilden eine statistisch belastbare Grundlage für die Validierung aller Wirtschaftlichkeitsannahmen.
Der Pilot ist bewusst eng gefasst, um Risiken zu minimieren und schnelle Lerneffekte zu erzielen. Alle KPIs werden vor Pilotstart definiert und messbar gemacht — so entsteht eine transparente Entscheidungsgrundlage für die Skalierung.
Investition Pilot: 650.000–800.000 € — inklusive Technologieentwicklung, Systemintegration und Betrieb über 6 Monate.
Pilot-KPIs im Überblick
Schadenquote
Vergleich Ist vs. Soll — Ziel: 20 % Reduktion nachweisbar
Reklamationsdauer
Durchschnittliche Klärungszeit in Tagen — Ziel: 50 % schneller
Kundenzufriedenheit
NPS und qualitatives Feedback der Pilot-Kunden messen
Datenstabilität
Auslesequote, Fehlerrate und Cloud-Verfügbarkeit der IoT-Folien
Skalierung & Nächste Schritte
Nach erfolgreichem Pilot: Rollout in zwei Phasen
Ein erfolgreicher Pilot schafft die Voraussetzungen für eine strukturierte Gesamtorganisations-Skalierung. Das Rollout-Modell ist in zwei klare Phasen gegliedert, die aufeinander aufbauen und das finanzielle Risiko minimieren — während der wirtschaftliche Nutzen früh realisiert wird.
Ausweitung auf die zwei umsatzstärksten Lagerstandorte · Skalierung der Infrastruktur · volle Produktpalette · Start EBITDA-Beitrag
3
Phase 2: Gesamtorganisation
Vollständige Ausrollung auf alle Standorte · 200.000 Sendungen/Jahr · volle Nutzenpotenziale aktiv · Marktführerschaft gesichert
„Memodo hat die Wahl: Weiter als Großhändler unter Preisdruck operieren — oder als zertifizierter Qualitätsführer die Bedingungen des PV-Markts mitgestalten. Condition Certified Distribution ist die Investition in diesen Unterschied."
Die Plattform generiert Einnahmen über zwei voneinander unabhängige Ströme, die jeweils an unterschiedliche Parteien verteilt werden. Diese Struktur gewährleistet Transparenz und eine klare Trennung der Verantwortlichkeiten.
1. Einnahmen auf Holding-Ebene (SEOG Operating Company)
Die SEOG Operating Company ist zu 100% im Besitz der Energy Intelligence Holding GmbH und verantwortet das operative Geschäft.
Einnahmequellen von SEOG:
Operation & Maintenance (O&M) Fees
Management Fees
Implementation Fees
Diese Gewinne fließen zur Holding und werden an die Gesellschafter verteilt:
HAKO Beteiligungsgesellschaft: 45%
Fraunhofer Spin-Off Beteiligungsgesellschaft: 25%
Strategischer Investor: 20%
Management Pool: 10%
2. Einnahmen auf Fonds-Ebene (SEOP Fund I)
Der Fonds gehört den institutionellen Investoren (LPs/Kommanditisten). Er finanziert und besitzt die Infrastruktur, die die Energieeinsparungen ermöglicht.
Einnahmen des Fonds:
Anteil an den Energieeinsparungen der Fabs im Rahmen eines Step-Down-Modells:
Phase 1: 70% Fonds / 30% Fab (bis zur Kapitalrückführung)
Phase 2: 50% Fonds / 50% Fab (nach vollständiger Kapitalrückführung)
HAKO's Gewinnbeteiligung auf Fondsebene:
Als General Partner (GP) profitiert HAKO von der erfolgreichen Performance des Fonds:
Management Fee: 1,25% p.a. auf das zugesagte Kapital
Carried Interest: 15% oberhalb einer 9% IRR-Hurdle
GP Co-Investment: 1-3% des Fondsvolumens direkt oder über Holding
Geschäftsleitung der Komplementär GmbH der SEOP Fund I GmbH % Co. KG - Vergütung Bestandteil Management Fee
Impressum
Dies ist ein Gemeinschaftsprojekt von:
Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS